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Τετάρτη 9 Μαρτίου 2022

Öffentliche Erklärung des Dekans der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz über die Titularprofessur von Metropolit Hilarion (Alfeyev)

In einer öffentlichen Erklärung vom 2. März und in einem privaten Schreiben vom 3. März anlässlich der militärischen Invasion Russlands in der Ukraine habe ich als Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz gegenüber Metropolit Hilarion (Alfeyev), Leiter des Departements für kirchliche Aussenbeziehungen des Moskauer Patriarchats und seit 2011 Titularprofessor der Fakultät, die Erwartung ausgedrückt, dass er seinen kirchlichen und politischen Einfluss geltend macht, um die völkerrechtswidrige militärische Invasion Russlands in der Ukraine öffentlich und unmissverständlich zu verurteilen, dass er Präsident Putin öffentlich und unmissverständlich auffordert, die russischen Truppen unverzüglich zurückzuziehen, weiterhin dass er sich für eine dialogbasierte Lösung des Konfliktes auf dem Boden des Völkerrechts und der Menschenrechte öffentlich und unmissverständlich einsetzt.

In einem Schreiben vom 3. März hat mir Metropolit Hilarion mitgeteilt, dass er und seine Kirche besonders seit 2014 im Zusammenhang mit dem Ukrainekonflikt im humanitären Bereich engagiert seien und ihr Möglichstes täten, um notleidenden Menschen zu helfen und den Konflikt zu beenden. Da dies jedoch nicht dem entspreche, was die Fakultät in dieser Stunde von ihm erwarte, halte er es für angemessen, seine Titularprofessur ruhen zu lassen, wobei er mir persönlich und der Fakultät für viele Jahre der fruchtbaren Zusammenarbeit danke.

Als Dekan der Fakultät bin ich enttäuscht, dass Metropolit Hilarion, langjähriger Titularprofessor unserer Fakultät, sich nicht imstande sieht, dem klaren Völkerrechtsbruch Russlands entgegenzutreten. Insbesondere erfüllen mich die öffentlichen Worte der obersten Leitung des Moskauer Patriarchats angesichts der militärischen Invasion Russlands in der Ukraine mit Entsetzen. Die Predigten, in denen Patriarch Kyrill I. am 27. Februar sowie am 6. März den Krieg Russlands gegen die Ukraine als einen „metaphysischen Kampf“ rechtfertigt, sind in theologischer wie politischer Hinsicht ein Skandal. Da Metropolit Hilarion sich durch sein Schweigen die Position seines Patriarchen zu eigen zu machen scheint, erkläre ich, dass die ihm im Jahre 2011 verliehene Titularprofessur bis auf weiteres suspendiert ist. Davon unberührt ist der Dank für die hinter uns liegende Zusammenarbeit.

Der Grund für diese Entscheidung liegt auf der Hand: Wie zu oft in der Geschichte der Christenheit wagt es eine Kirchenleitung nicht, die Frage „Mit welchem Recht?“ zu stellen, wenn die Regierenden des eigenen Volkes eine aggressive Kriegsmaschinerie gegen ein Brudervolk in Bewegung setzen – sei es aus taktisch-diplomatischen Rücksichten oder aus Gründen der ideologischen Konnivenz. Seit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs ist der Nationalismus, eine Pervertierung des biblischen Auserwählungsgedankens, vielfach zu einer neuen politischen Religion geworden. Die Völker Europas, die sich 1815 im Manifest der „Heiligen Allianz“ als „eine einzige christliche Nation von Brüdern“ verstanden, waren bisher nicht fähig, die Pathologie des Nationalismus dauerhaft zu überwinden. Dabei sind Kirchen und Theologien nicht unschuldig.

Der prophetische Freimut wird im heutigen Russland von einfachen Laien, Priestern und Diakonen oder von Akteuren der Zivilgesellschaft wahrgenommen, die öffentlich gegen Putins Krieg protestieren, obwohl sie mehr zu fürchten haben als eine Kirchenleitung, die sich von ihm hofieren lässt. Die theologische Fakultät Freiburg wird weiterhin ein Ort der Verständigung und der Begegnung mit und zwischen den verschiedenen Kirchen der Orthodoxie sein. Aber Schweigen, wenn man laut und deutlich sprechen muss, gehört nicht zur prophetischen Tradition des Christentums, wie sie für unsere Fakultät prägend sein sollte.

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Mariano Delgado
Dekan Theologischen Fakultät der Universität Freiburg

Freiburg, 8. März 2022

unifr.ch

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